Maria Saal (Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt)
Basisdaten
| Pfarre/Institution | , |
|---|---|
| Gebäude | Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, 9063 Maria Saal |
| Standort | Empore |
| Baujahr | 1735 |
| Orgelbauer | Jäger Johann Martin |
Beschreibung
Orgel:
Die Orgel wurde von Johann Martin Jäger gebaut. Die Bauzeit erstreckte sich von 1735 bis 1737.
Die geschmiedeten, flachen Registerhebel sind in zwei waagrechten Reihen links und rechts der Klaviatur angebracht. Die Registerbezeichnungen befinden sich über den Hebeln.
Anordnung:
X X X X Klaviaturen X X X X
X X X X X X X X X X
links: Gedackt 8' (Rp), Salicional 8' (Hw), Gemshorn 8' (Hw),
Terz 1 3/5' (Hw), Subbass 16' (Ped), Octavbass 8' (Ped),
Mixtur 4' (Ped), Quint 2 2/3' (Hw), Octav 2' (Hw)
rechts: Prinzipal 2' (Rp), Octav 1' (Rp), Quint 1 1/3' (Rp), Flöte 4' (Rp),
Mixtur 1' (Rp), Prinzipal 8' (Hw), Octav 4' (Hw), Spitzflöte 4' (Hw),
Flöte 8' (Hw)
Traktur mechanisch; Tonkanzellenschleiflade.
Im Hauptwerk wurde Dis, Fis und Gis, im Pedal Dis, Fis, h und c' neu dazugebaut.
Nach Benedikt
Gehäuse:
Prospekt:
Hauptgehäuse: Principal 8'
links Mitte-links Mitte Mitte-rechts rechts
9 13 7 13 9
Rückpositiv: Prinziapl 2'
links Mitte rechts
13 9 13
Das rot-blau marmorierte Gehäuse besteht aus einem Orgelfuß und einem Oberteil. Drei Pfeifentürme und zwei kleine Zwischenfelder bilden den Oberteil. Sechs Wandstreifen (mit vergoldeter Girlandenschur) gliedern den Prospekt in fünf Felder 9/13/7/13/9. Die Pfeifen der beiden äußeren Türme treten spitz, die des Mittelturmes bogenförmig hervor. Die beiden Zwischenfelder sind flach. Die Felder besitzen geschnitzte und vergoldete Schleierbretter: angedeutetes Bandelwerk mit Laub und Voluten in durchbrochener Arbeit. Über den Feldern befindet sich eine vergoldete Leiste, ein Flachteil mit Bandelwerksapplikationen und eine vergoldete, gekehlte Leiste. Das darüberliegende Gebälk ist stark profiliert und ausladend. An den äußeren Türmen befinden sich geschnitzte, vergoldete Ohren, am Mittelturm kleine; Ausführung: angedeutetes Bandelwerk mit Laub und Voluten in durchbrochener Arbeit.
Aufsätze: Zwischen zwei vergoldeten Vasen (mit jeweils Fuß, Bauch und zwei Henkeln) steht eine große Engelsfigur, die eine gerade Trompete in der rechten Hand hält, auf dem Mittelturm. Auf den beiden Seitentürmen steht jeweils zwischen zwei Vasen ein kleiner Engel. Der am linken Turm hält eine Blockflöte in der linken Hand, der am rechten Turm spielt eine Geige. Auf den Flachfeldern sitzt jeweils ein kleiner Engel. Der am rechten hält ein längliches Notenheft in der linken Hand und zeigt mit der rechtsn daruaf, der am linken spielt eine Laute.
Ein Gesims, das die Linie der Pfeifenfelder nachvollzieht, hebt den Oberteil deutlich vom Orgelfuß ab. Das Gesims besteht aus (von unten nach oben): vergoldete, profilierte Leiste; Flachteil mit appliziertem, vergoldetem Bandelwerksband mit Blüten; vergoldete, große, gekehlte Leiste; ausladende, stark profilierte Leiste. Unter dem Mittelturm erhebt sich aus einer vergoldeten Volute der Oberkörper eines Mannes, der das Gesims "trägt". Rechts und links von ihm ist jeweils ein geschnitztes, vergoldetes Feston appliziert. Unter dem Gesims der Seitentürme befinden sich jeweils drei Voluten mit Laubwerk, die normal zueinander stehen. Zwischen Gesims und Pfeifenfelder befindet sich ein Flachteil, der von den Wandstreifen unterbrochen wird: auf blauem Untergrund sind Applikationsbänder (vergoldetes Bandelwerk mit Blättern und Blüten) angebracht. An den Seitenwänden befindet sich oben und unten jeweils eine Tür; oben: Rahmen mit Zwischenbalken und zwei blauen Füllungen, zwischen Rahmen und Füllung ist eine vergoldete, gekehlte Leiste; unten: Rahmen mit Zwischenbalken und zwei Füllungen (oben Gitter, unten Holzfüllung mit brauner, gekehlter Leiste).
Ein Rückpositiv ist in die Emporenbrüstung eingelassen. Vier Wandstreifen (die beiden mittleren jeweils mit vergoldeter Girlandenschnur, die beiden äußeren als Art Volutenpilaster gestaltet) gliedern den Prospekt in drei Felder 13/9/13. Das Mittelfeld tritt bogenförmig hervor, die Seitenfelder treten bogenförmig zurück. Über und unter den Feldern befinden sich Flachteile mit Applikationsbändern: vergoldetes Bandelwerk. Unter dem Mittelfeld befindet sich ein Engel, der eine Kartusche "trägt" Aufschrift:
"SVrreXI
MIraCVlosae VirgInIs LaVDI,
arChIepIsCopI saLIsbVrgensIs
et InCLYtae proVInCIae
LIberaLItate pYsqVe
aLIorVM LecatIs"
Der Spieltisch befindet sich am Rückpositiv.
Nach Benedikt
Gehäuse
| Baujahr | 0 |
|---|
Spielanlage
| Standort | Empore |
|---|---|
| Tastenumfang der Manuale | |
| Anzahl der Register | 18 |
| Gebläse | - |
| Winddruck (in mm) | 72 |
| Spielhilfen | Die beiden Koppeln befinden sich über den Klaviaturen und sind als zwei gedrechselte Stangen zum Einrasten ausgeführt |
| Windladentyp | Schleiflade |
| Balganlage | - |
| Spieltraktur | mechanisch |
| Registertraktur | mechanisch |
Disposition
1. Manual
| Prinzipal | 8' |
|---|---|
| Flöte | 8' |
| Gemshorn | 8' |
| Salicional | 8' |
| Octav | 4' |
| Spitzflöte | 4' |
| Quint | 2 2/3' |
| Octav | 2' |
| Terz | 1 3/5' |
| Mixtur | 1' 6-fach |
2. Manual
| Gedackt | 8' |
|---|---|
| Flöte | 4' |
| Prinzipal | 2' |
| Quint | 1 1/3' |
| Octav | 1' |
Pedal
| Subbass | 16' |
|---|---|
| Octavbass | 8' |
| Mixtur | 4' 4-fach |




